Park Side Gallery - INTERVIEW mit Yvonne Salzmann

Wie bist Du zur Kunst gekommen? Was bedeutet Kunst für Dich?

Nach einer Ausbildung, meiner Familienphase und 12 Jahre Arbeit in einem sozialen Bereich, bin ich 2010 zu meiner freiberuflichen Tätigkeit als Fotografin, Künstlerin und Projektentwicklerin gekommen. Diese Zeit hat mich sehr geprägt und mich zu meiner heutigen Kunst geführt und inspiriert. Mir ist wichtig, dass meine Arbeit Sinn macht, mich erfüllt, sie abwechslungsreich und spannend, einfach Teil meines Lebens ist. Das habe ich jetzt gefunden.

An/in/mit welchen künstlerischen Stilen oder Gestaltungsformen arbeitest Du? Was reizt Dich gerade daran?

Mal arbeite ich dokumentarisch, mal inszeniere ich Themen. Welche Themen ich habe, ergibt sich daraus, wo ich bin. Genau darin liegt der Reiz: sich nicht festzulegen, einfach zu machen, mit Lust und Freude am Tun. Ich nutze die Kunst auch als ‘Übersetzer‘ in meiner Projektarbeit, zum Beispiel indem ich die Teilnehmer*innen ihre inneren Bilder über die Fotografie nach außen bringen lasse. Die Möglichkeit zu haben, über das kreative künstlerische Arbeiten so vieles freizusetzen, das lässt mich oft beflügelt und bereichert nach Hause fahren.

Wie ergeht es Dir in der „Corona-Zeit“? Sind ggf. neue Projekte/Ideen entstanden?

Das ist unterschiedlich. Im Frühjahr 2020 habe ich die Arbeit ‚Blütezeit‘ gemacht. Der Lockdown hatte etwas Nichtfassbares, Bedrohliches, gleichzeitig Stilles und Schönes. Es hat mich angezogen, ich musste im Garten und auf langen Spaziergängen Bilder einfangen. Bilder von Schatten, vom Wind, von Verschwommenem, Diffusem. Alles wirkte. Es war für mich irgendwie faszinierend, wenngleich auch unheimlich. Ich habe diese innere und äußere Stille aufgesogen. Es flogen keine Flugzeuge und es gab kaum Autobahngeräusche. In diesem Jahr empfinde ich den Lockdown ganz anders. Es ist nüchterner, abgeklärter, lauter. Irgendwie ist es eine neue Normalität, nicht wissend was morgen wieder anders ist. Mehr so ein Hin- und Her-Geschiebe. In der Summe geht es mir ausgesprochen gut. Ich orientiere mich an dem Positiven, versuche das Beste aus der Situation zu machen. Ich bin dankbar für alles, was ich habe. Neue Projekte sind aus dieser Situation auch entstanden, wie zum Beispiel das Park Side Gallery Projekt. Ideen habe ich natürlich viele. Ich trau mich das fast gar nicht zu sagen, aber dieses Jahr ist ein ganz besonderes Jahr in vielerlei Hinsicht. Aber ich hoffe, ich kann damit auch anderen Mut machen.

Wie kam es zu Deiner Mitwirkung an der Park Side Gallery? Was findest Du speziell an dem Konzept reizvoll?


Wir können im Drinnen nicht ausstellen, also war mein Gedanke ins Draußen zu gehen. Dann habe ich ein Konzept geschrieben und mir überlegt, wen ich gern dabei hätte. Menschen, mit denen man gern zusammenarbeitet und gute Kunst sollte es natürlich auch sein. So ist eine Künstlerinnengruppe entstanden, die wirklich Spaß macht. Mit Marion Thomsen von der BLSK habe ich dann über die Idee gesprochen und sie war auch gleich begeistert dabei und hat sich im Brainstorming den schönen Namen für das Projekt ausgedacht. Auch habe ich schon häufiger Projekte in Parkanlagen durchgeführt und in diesen besonderen Zeiten ist es ja eigentlich das Naheliegendste. Es muss nicht immer hochkomplex und besonders sein. Oftmals sind die einfachen Dinge die besten. Das ist jedenfalls meine Erfahrung. Die Menschen können einfach beim Spazierengehen der Kunst begegnen. Es gibt keine Hemmschwelle eine Galerie zu betreten und man muss sich nicht an Öffnungszeiten halten. Viele, die sonst eher keine Galeriegänger oder Museumsbesucher sind, werden so spielerisch an die Kunst herangeführt. Die Planen mitten im Park, sich im Wind bewegend, vielleicht noch Vogelgezwitscher dabei und man kann sich normal laut, nicht flüsternd, mit seinem Nachbarn austauschen. Das ist eine ganz andere Sinneserfahrung. Eine Besonderheit an diesem Konzept ist auch, dass wir sechs Frauen sind, die in sechs Städten insgesamt sechs Monate in monatlichem Wechsel unsere Arbeiten ausstellen. So bleibt es ein halbes Jahr lang spannend. Es macht mir auch viel Freude, mit meinen Künstlerinnenkolleginnen das Projekt zusammen als Team umzusetzen, auch wenn ich als Projektleitung natürlich verantwortlich bin. Wir tauschen uns regelmäßig in unserem virtuellen Raum aus, sodass alles immer transparent ist. Das ist eine tolle Zusammenarbeit und eine schöne Erfahrung. Ich möchte mich auch an dieser Stelle nochmal ganz herzlich bei unseren Unterstützern für die Förderung dieses Projektes bedanken! Auch bei den Zuständigen in den jeweiligen Städten, die uns mit Aufbauhilfen und Anderem gut versorgen. Vielen Dank dafür! Schön finde ich auch, dass die Lebenshilfe mit eingebunden ist und sie die Planen anschließend zu Artbags verwandeln. Das ist ein schöner Aspekt zur Nachhaltigkeit.

Durch die dezentrale Open-Air-Ausstellung wird das Projekt vielen Menschen niedrigschwellig in vielen Städten gleichzeitig zugänglich gemacht. Welche Rolle spielt die Kunst aus Deiner Sicht in dieser „herausfordernden“ Zeit?

Sie ist ganz besonders wichtig. Sie ist ein Spiegel der Gesellschaft und der Zeit, in der wir leben. Die Kunst kann Hoffnung und Mut geben, ablenken oder nachdenklich machen. Sie kann anregen, Lösungen aufzeigen, Fragen aufwerfen, Perspektiven wechseln, herausfordern, mitreißen, Freude bereiten… Sie ist so vielfältig wie die Menschen, die Kunst leben oder die Menschen, die Kunst betrachten. Und mit diesem Projekt wollen wir aufzeigen, dass immer etwas geht. Vielleicht ist das auch eine der Kernbotschaften, neben dem, was wir mit unseren Arbeiten aussagen.

Was für Motive/Werke hast Du für die Ausstellung ausgewählt? Wovon erzählen sie?

Sie erzählen von meinem Empfinden in der ersten Phase des Lockdowns. Und obwohl ich mein Gefühl des Diffusem, Nichtfassbaren zeige, zeige ich auch die Hoffnung und die ‘Blütezeit‘, wohlwissend, dass die Blüten im nächsten Jahr auch wieder aufblühen werden. Die gesamte Ausstellung hängt in der Landesmusikakademie zu den täglichen Öffnungszeiten, noch bis Ende Oktober 2021.

Welche Botschaft möchtest Du den Zuschauenden der Ausstellung mit auf den Weg geben? Was ist Dir wichtig?

Für die Ausstellung: nehmt wahr, nehmt euch Zeit, verweilt. Lasst euch gern auf die Werke der einzelnen Künstlerinnen ein. Genießt es. Was mir wichtig ist? Das Leben annehmen und das Beste daraus machen. Den Mut nicht verlieren und sich positiv ausrichten. Einfach ins Tun kommen und wenn möglich, Menschen mitnehmen, die diese Fähigkeit vielleicht nicht haben. Vielleicht zeigt ja auch diese Ausstellung, dass man selbst unter diesen besonderen Umständen irgendwie doch zu Lösungen finden kann.

Was wünscht Du Dir für 2021?


Ich wünsche mir, dass wir als Gesellschaft mehr im Miteinander leben. Für unseren Berufsstand wünsche ich mir, dass unser Beruf, der wirklich unsere Berufung ist, mehr wertgeschätzt wird. Wir sind wichtig. In diesem Zusammenhang fände ich das bedingungslose Grundeinkommen sehr nützlich. Was für Projekte oder Ideen reizen Dich für die Zukunft? Es gibt ein neues Projekt einTRACHTEN bei dem ich in diesem Jahr als fotografische Leitung dabei sein darf. Auch würde ich gern weiterhin mit Kindern und Jugendlichen, ihrem Erleben in der Coronazeit und inneren Bildern, arbeiten. Das habe ich jetzt in verschiedenen Schulen umgesetzt und sehe, dass es nach wie vor sehr wichtig ist, das Thema zu bearbeiten. Das Projekt 'Würde - eine interaktive Kunstausstellung in Bild und Tat' ist für das nächste Jahr in Dortmund geplant. Ich würde mich sehr freuen, so das Thema und die Idee weitergetragen würden. Dann gibt es noch eine Projektbewerbung zum Thema 75 Jahre Demokratie in Niedersachsen, in Zusammenarbeit mit der Gedenkstätte Wolfenbüttel. Es sind viele Themen die mich reizen. Vieles passiert und begegnet einem, wenn die Zeit dafür reif ist. Manches lasse ich auch auf mich zukommen, aber langweilig wird es bestimmt nicht. Und so begegne ich anderen Menschen, neuen Aufgaben und alles ist irgendwie immer im Fluss. Leben und arbeiten fließen ineinander - und das ist sehr schön. Noch ein Hinweis: die gesamte Ausstellung 'Blütezeit', ist in der Landesmusikakademie Niedersachsen in Wolfenbüttel, zu den täglichen Öffnungszeiten, noch bis Ende Oktober 2021 zu sehen.

Park Side Gallery - INTEVIEW mit Tuğba Şimşek

Wie bist Du zur Kunst gekommen? Was bedeutet Kunst für Dich?

Kunst wollte ich schon immer machen. Auf dem Gymnasium hatte ich Kunst als Leistungskurs. Kunst kann immer etwas anderes für mich sein: einmal ist es das Blühen, dann ist es Heimat, die Zufriedenheit oder die Ehrlichkeit zu sich selbst, Adrenalin, Glücksgefühle und ein Freudensprung.

An/in/mit welchen künstlerischen Stilen oder Gestaltungsformen arbeitest Du? Was reizt Dich gerade daran?

Ich interessiere mich für jede Kunstrichtung. Ob Performance, Fotografie oder Film, spielt dabei vorerst keine Rolle. Inspiration hole ich mir überall, hier gibt es keine Eingrenzungen. Meistens probiere ich selbst neue Kunstmedien aus und lerne viel dabei. Mein Hauptaugenmerk liegt aber in der Zeichnung, der Linie, darin unterschiedliche Medien in einer Ausstellung zusammenzuführen und im installativen Arbeiten. Die direkte Zeichnung erinnert mich daran, was Ehrlichkeit und Offenheit ist. Es ist Ehrlichkeit auf einer ganz besonderen und sensiblen Ebene. Installationen erarbeiten hingegen ist ein ständiges Ausprobieren und Experimentieren. Sich auf Neues einlassen, mutig sein und überrascht werden. Das ist oft mit viel Arbeit verbunden, aber der Spaßfaktor ist größer.

Wie ergeht es Dir in der „Corona-Zeit“? Sind ggf. neue Projekte/Ideen entstanden?


Es ist schwierig, aber nicht die Zeit zum Jammern! Tatsächlich habe ich unerwartete Anfragen auf Zusammenarbeit und Ausstellungsmöglichkeiten erhalten. Meine Arbeiten wurden in Katalogen publiziert und die Park Side Gallery mit einem Top-Team hat sich gefunden!

Wie kam es zu Deiner Mitwirkung an der Park Side Gallery? Was findest Du speziell an dem Konzept reizvoll?

Ich wurde von der Projektleiterin Yvonne Salzmann mit ihrem tollen, euphorischen Einsatz eingeladen. Ich bin begeistert, dass es sechs tolle Künstlerinnen sind, die natürlich viel mehr sind. Alle zeigen eine unerschöpfliche Stärke und Leidenschaft zur Kunst. Das motiviert mich und lässt mich positiv auf die Zukunft blicken.

Durch die dezentrale Open-Air-Ausstellung wird das Projekt vielen Menschen niedrigschwellig in vielen Städten gleichzeitig zugänglich gemacht. Welche Rolle spielt die Kunst aus Deiner Sicht in dieser „herausfordernden“ Zeit?


Es schenkt Hoffnung. Die Pandemie ist eine intensive und unerwartete Zeit für uns alle. Die Kunst zeigt Furchtlosigkeit und Entschlossenheit. Es wird wieder besser!

Was für Motive/Werke hast Du für die Ausstellung ausgewählt?

Wovon erzählen sie? Es sind sechs verschiedene, analoge Fotografien, die während meiner Reise durch Los Angeles entstanden sind. Am besten macht sich der Betrachter selbst ein Bild, ich möchte nichts vorwegnehmen.

Welche Botschaft möchtest Du den Zuschauenden der Ausstellung mit auf den Weg geben? Was ist Dir wichtig?

Sie sollen Spaß haben und optimistisch bleiben. Es gibt immer jemanden, der Lösungen findet. Es liegt mir sehr am Herzen, die Menschen zu sensibilisieren und zu zeigen, wie ernst Künstler*innen ihren Beruf nehmen und wie viel sie der Menschheit zurückgeben bzw. zurücklasse

Was wünscht Du Dir für 2021? Was für Projekte oder Ideen reizen Dich für die Zukunft?

Gesundheit. Nicht nur für mich, sondern für alle, die gerade schwierige familiäre Situationen durchmachen und durchhalten müssen! Mich reizen Kooperationen, wie die Park Side Gallery: Künstler*innen finden sich, lernen sich kennen, tauschen sich aus. Es entstehen neue Kollaborationen und vertrauensvolle Freundschaften auf längere Sicht.

Park Side Gallery - INTERVIEW mit Güde Renken

Wie bist Du zur Kunst gekommen? Was bedeutet Kunst für Dich? Die Kunst war immer da und mein künstlerisches Tun begleitet mich, seit ich denken kann. In manchen Lebensphasen vielleicht nicht immer in der heutigen Intensität, aber immer als elementarer Baustein meines Lebens. Grundsätzlich gilt für mich: zum Beispiel ein weißes Blatt Papier oder ein anderes unberührtes Material, übt einen großen Reiz auf mich aus. Ich kann entscheiden, was damit passiert. Das ist und bleibt für mich sinnvoll, aufreibend und tief befriedigend.

An/in/mit welchen künstlerischen Stilen oder Gestaltungsformen arbeitest Du? Was reizt Dich gerade daran?

Schwerpunkt meiner künstlerischen Arbeit ist Malerei und Zeichnung. In letzter Zeit sind skulpturale Arbeiten in unterschiedlichen Materialien dazu gekommen. Es ist meine Umgebung, die mir oft meine Motive liefert. Die scheinbar nebensächlichen Dinge werden zu Hauptattraktionen. Es interessiert mich, das Vorhandene aufs Wesentliche zu reduzieren.

Wie ergeht es Dir in der „Corona-Zeit“? Sind ggf. neue Projekte/Ideen entstanden?


Ich bin guter Dinge. Einen normal laufenden Kunstbetrieb vermisse ich, aber Familie, Freunde, Kolleg*innen und wirklich treue Fans meiner Kunst tragen mich durch diese Zeit. Die positiven Entwicklungen versuche ich beim Schopfe zu packen. In dieser Zeit entstandene Projekte sind Park Side Gallery und das MUTALPHABET.

Wie kam es zu Deiner Mitwirkung an der Park Side Gallery? Was findest Du speziell an dem Konzept reizvoll?

Yvonne Salzmann hat mich eingeladen dabei zu sein. Da musste ich nicht lange überlegen. Die teilnehmenden Kolleginnen schätze ich sehr und es macht Spaß, mit allen zu arbeiten. Mehr davon! Die eigene Kunst auf eine andere Größe und in den Außenraum zu bringen heißt gleichzeitig, die eigene Arbeit neu zu durchdenken. Das ist inspirierend. Die leichten Zeichnungen ins Großformat zu transferieren hat mich schon immer gelockt und gereizt. Park Side Gallery ist eine hervorragende Gelegenheit.

Durch die dezentrale Open-Air-Ausstellung wird das Projekt vielen Menschen niedrigschwellig in vielen Städten gleichzeitig zugänglich gemacht. Welche Rolle spielt die Kunst aus Deiner Sicht in dieser „herausfordernden“ Zeit?


Kunst im öffentlichen Raum tritt mit seiner Umgebung in einen Dialog ein. Das ist an sich ein interessanter Vorgang. Park Side Gallery bietet meinen Zeichnungen diesen Vorgang an jedem neuen Ort auf eine andere Art und Weise an. Zusätzlich macht es vielen Menschen das Angebot, mit Kunst in Kontakt zu treten. Kunst berührt im besten Falle. Die Kunst auf den Planen schenkt: Emotionen, Auseinandersetzung, neue Gedanken, Freude, Nachdenkliches, Humor, ein Stehenbleiben, etc. Es könnte eine unendliche Aufzählung folgen…

Was für Motive/Werke hast Du für die Ausstellung ausgewählt? Wovon erzählen sie?


Für die Ausstellung habe ich kleinformatige Zeichnungen aus unterschiedlichen Serien unter dem Titel „wild world“ zusammengestellt. Sie können in einer ganz behutsamen Weise gedacht werden oder wild und ruppig. Die Zeichnungen zeigen alle eine Situation unter freiem Himmel, was Größe entstehen lässt. Das ist für diese Zeit, in der wir uns befinden, bewusst gewählt. Weite anstatt Enge.

Welche Botschaft möchtest Du den Zuschauenden der Ausstellung mit auf den Weg geben? Was ist Dir wichtig?

Lisa Grolig hat für „wild world“ einen Text in Gedichtform verfasst. Ich bin tief berührt. Dies zeigt: Frei und groß sein im Geist ist ein Geschenk!

Was wünscht Du Dir für 2021? Was für Projekte oder Ideen reizen Dich für die Zukunft?

Ich wünsche mir für 2021: weitere Projekte, die Kollegialität fördern, einen funktionierenden Ausstellungsbetrieb und ausreichend Energie und Gesundheit, die ich für meine Arbeit benötige. Es ist eine Zeit für Gemeinschaftsgeist. Egoismus sollte in den Hintergrund treten. Ich wünsche mir, dass Förderer nicht müde werden und Gespräche mit Künstler*innen entstehen, in denen man gemeinsam Neues entwickeln kann.

Park Side Gallery - INTERVIEW mit Susanne Hesch

Wie bist Du zur Kunst gekommen? Was bedeutet Kunst für Dich?

Ich habe Kunst an der HBK Braunschweig studiert. Es ist mein Beruf. Die Kunst verbindet existenzielles, alltägliches und philosophisches Denken mit sinnlicher, praktischer Tätigkeit am Material.

An/in/mit welchen künstlerischen Stilen oder Gestaltungsformen arbeitest Du? Was reizt Dich gerade daran?

Meine Schwerpunkte sind Malerei und Zeichnung, dazu kommen gelegentlich Fotografie und Video. Ich habe auch viele Wandbildprojekte gemacht, zum Teil mit internationalen Künstler*innen, zum Teil beteiligungsorientiert mit Anwohner*innen oder Schüler*innen. Dabei sind natürlich die Größe und die direkte Gestaltung des architektonischen Umfelds faszinierend, außerdem die kooperative Arbeitsweise, die Entwicklung von Bildwelten durch einen gemeinsamen Prozess. Es ist eine Herausforderung, bei der ich es für sehr wichtig halte, sich dabei mit dem Ort auseinanderzusetzen und Thematik und Bildsprache auf das Publikum zu beziehen. Die Figur des Menschen ist Ausgangspunkt und Hauptmotiv meiner Malerei. Es geht um das Zusammenfinden von Körper, Bedeutung, Erinnerung, Farbe und Fläche. Ich suche weniger nach einer äußerlichen Beschreibung als nach einem Bild vom Menschen, das dem Erinnern entspricht.

Wie ergeht es Dir in der „Corona-Zeit“? Sind ggf. neue Projekte/Ideen entstanden?

2020 habe ich einen Wettbewerb für die Gestaltung eines Gemäldes für die Kirche St. Johannes Baptista in Braunschweig-Wenden gewonnen. Dieser Gewinn hat mir sowohl für die Kontinuität in der Arbeit als auch finanziell sehr geholfen. Insgesamt ist die Arbeit im Atelier ruhiger geworden, es fließt mehr Zeit in die künstlerische Auseinandersetzung und das ist gut. Man ist auch offener, in neue Richtungen zu schauen oder sich weiterzubilden. Ich arbeite sonst auch im kulturellen Umfeld als Grafikdesignerin, davon ist leider viel zum Stillstand gekommen. Dass man ein Projekt wie die Park Side Gallery recht kurzfristig auf die Beine stellen kann, hat sicherlich auch damit zu tun, dass es gerade diese Zeitlöcher in unserem beruflichen Alltag gibt.

Wie kam es zu Deiner Mitwirkung an der Park Side Gallery? Was findest Du speziell an dem Konzept reizvoll?

Die Initiatorin Yvonne Salzmann hat angefragt, ob ich mir die Beteiligung am Projekt Park Side Gallery vorstellen kann. Ich war sofort begeistert, weil es als Projekt von Kunst im öffentlichen Raum gut zu meinen Erfahrungen passt. Bilder in einem öffentlichen Raum zu zeigen, hat einen ganz besonderen Reiz. Neue Zusammenhänge tun sich auf. Die Passanten werden durch das Ungewohnte überrascht und herausgefordert. Anders als auf der weißen Wand einer Galerie beginnen die Bilder sofort, sich mit den Gegebenheiten der Umgebung auszutauschen, sich anzufreunden oder in eine Konkurrenz zu treten.

Durch die dezentrale Open-Air-Ausstellung wird das Projekt vielen Menschen niedrigschwellig in vielen Städten gleichzeitig zugänglich gemacht. Welche Rolle spielt die Kunst aus Deiner Sicht in dieser „herausfordernden“ Zeit?


Wie viele andere habe auch ich mich darüber aufgeregt, dass Kunst im Zusammenhang mit den Infektionsschutzmaßnahmen als Freizeitbeschäftigung und nicht als Bildung und Kultur kategorisiert wurde. Aber ich halte auch nichts von der Frage, ob man nach dem Lockdown als erstes ins Museum oder ins Nagelstudio gehen wird. Kunst und Wissenschaft sind die beiden großen Orte der Erkenntnis. Für die Erforschung des Virus ist die Wissenschaft zuständig, aber um die Verfassung der Menschen, Gefühle, Seele und Identität zu erforschen und zu bilden, braucht es die Kunst. Leider wird die Kunst gesellschaftlich viel zu wenig angefragt, um ihre Rolle wahrnehmen zu können.

Was für Motive/Werke hast Du für die Ausstellung ausgewählt? Wovon erzählen sie?

Fünf der für diese Parkgalerie ausgewählten Bilder basieren auf den sehr vereinfachten, fast schattenhaften Zeichnungen von Boxern. Die mehr oder weniger abstrakten, farbigen Bildelemente sind den Zeichnungen speziell für diese Präsentation hinzugefügt worden. Zwei menschliche Figuren in Konfrontation – ein Kaspertheater, ein Schattentheater, eine Bühne des Lebens? Zwei Körper in der Choreografie eines Kampfes. Es geht um ein Verhältnis von Mensch zu Mensch, um den Körper mit seinen Bewegungen als quasi mechanischer Körper aus Aktion und Reaktion. Wenn ich dies mache, machst du das. Fokussierung, Bewegungsimpuls, Regeln und Zeit spielen eine Rolle. Die Abläufe erscheinen wie eine Choreografie, die Körper wie ein Ornament. Es ergeben sich immer wieder neue Konstellationen aus sechs Punkten, jeweils zwei Köpfe und vier Fäuste. Nur durch den kleinen Moment des Durchbrechens dieser Abläufe, weil eine oder einer von beiden geschickter, schneller oder überraschender ist, entscheidet sich der Kampf. Das sechste Bild ist inspiriert von einem Film über Kindheit, in dem ein Junge durch Wiesen und Felder läuft. Landschaft und Natur werden zur Bühne seiner kindlichen Fantasiespiele. Schließlich verfällt er in einen Ringkampf mit einem Busch.

Welche Botschaft möchtest Du den Zuschauenden der Ausstellung mit auf den Weg geben? Was ist Dir wichtig?

Die Arbeiten handeln von Begegnung und Körperlichkeit, was aktuell ein großes Thema und durch Verlust gekennzeichnet ist. Gerade in dieser Pandemie-Zeit machen die Darstellungen vielleicht bewusst, wie sehr Begegnung durch verschiedenste gesellschaftliche und individuelle Bedingungen geregelt und geformt wird. Und wie vielfältig sie gestaltet werden kann. Wie wird der Raum zwischen den Menschen gefüllt? Mit welchen Gesten und Handlungen?

Was wünscht Du Dir für 2021? Was für Projekte oder Ideen reizen Dich für die Zukunft?

Ich wünsche mir, dass die Krise nicht nur überwunden wird, sondern dass wir mit neuen Erkenntnissen daraus hervorgehen und Dinge besser machen. Kooperationen in der künstlerischen Arbeit und Projekte im öffentlichen Raum interessieren mich in besonderem Maße.

Park Side Gallery - INTERVIEW mit Rosi Marx

Wie bist Du zur Kunst gekommen? Was bedeutet Kunst für Dich?

Seit meiner Kindheit habe ich gemalt und gezeichnet. Kunst macht das Leben interessant. Kunst ist mein Motor.

An/in/mit welchen künstlerischen Stilen oder Gestaltungsformen arbeitest Du? Was reizt Dich gerade daran?

Im Augenblick ist das Collagieren wieder meine bevorzugte Technik. Ich sammle und archiviere Papiere unterschiedlichster Art: Fotos, Textfragmente aus Zeitschriften, Plakatreste. Mich reizt an dieser Technik die teils spontane, flüchtige, auch zufällige Arbeitsweise. Beim Suchen nach brauchbarem Material finde ich immer interessante Dinge, die mich zu neuen Werken inspirieren. Ich zerschneide, addiere oder reduziere, übermale, verfremde, vernähe und vertausche. Ich setze unterschiedliche wesensfremde Bildelemente wieder zusammen. Text- und Bildfragmente, die auf den ersten Blick banal erscheinen, entwickeln durch die Darstellungsform in einem neuen Kontext eine eigene Ästhetik und Präsenz.

Wie ergeht es Dir in der „Corona-Zeit“? Sind ggf. neue Projekte/Ideen entstanden?

Natürlich ist diese Corona Zeit auch für mich ein Einschnitt in mein komplettes Leben. Alles ist in der Schwebe. Das Arbeiten allein im Atelier ist nicht anders als vor der Pandemie. Aber der Stillstand, die Ungewissheit und die soziale Isolation, der fehlende Austausch mit Kollegen und verschobene Ausstellungen sind über einen so langen Zeitraum schwer zu bewältigen. Deshalb freue ich mich über das Projekt Park Side Gallery.

Wie kam es zu Deiner Mitwirkung an der Park Side Gallery? Was findest Du speziell an dem Konzept reizvoll?


Yvonne Salzmann hat mich eingeladen. Der Austausch und die Zusammenarbeit an dieser Ausstellung mit meinen 5 Kolleginnen, ist sehr inspirierend. Es ist notwendig, aber auch reizvoll, den Gegebenheiten entsprechend zu agieren und Kunst auf anderen Wegen sichtbar zu machen. Vieles findet zurzeit digital statt, aber hier ist wieder ein analoger Ansatz möglich. Auch wenn kein persönlicher Austausch mit dem Betrachter stattfinden kann, sind unsere Banner zu sehen. Draußen, in Parks und an anderen interessanten Orten.

Durch die dezentrale Open-Air-Ausstellung wird das Projekt vielen Menschen niedrigschwellig in vielen Städten gleichzeitig zugänglich gemacht. Welche Rolle spielt die Kunst aus Deiner Sicht in dieser „herausfordernden“ Zeit?

Durch den erzwungenen Stillstand im kulturellen Bereich spielt die Kunst natürlich eine umso wichtigere Rolle. Sie darf jetzt nicht unsichtbar werden, darf sich nicht entbehrlich machen. Deshalb müssen wir nach neuen Wegen suchen, um präsent zu bleiben. Dieses Projekt im öffentlichen Raum ist eine gute Möglichkeit, wieder mit Besuchern und Betrachtern in einen Dialog zu treten.

Was für Motive/Werke hast Du für die Ausstellung ausgewählt? Wovon erzählen sie?


Alle Collagen sind aus Text- und Bildfragmenten zusammengesetzt. In den Jahren 2020/21 sind viele neue Wortkreationen entstanden. Meine Arbeit bezieht sich inhaltlich direkt darauf und spielt mit diesen Begriffen.

Welche Botschaft möchtest Du den Zuschauenden der Ausstellung mit auf den Weg geben? Was ist Dir wichtig?

Über ein Feedback der Besucher würde ich mich freuen, vielleicht per Mail oder telefonisch. Kontakte können sich wieder intensivieren. Die Botschaft ist weitermachen, präsent sein und neue Projekte im möglichen Rahmen der Umstände entwickeln.

Was wünscht Du Dir für 2021? Was für Projekte oder Ideen reizen Dich für die Zukunft?

Natürlich wünsche ich mir ein Ende der Pandemie. Dass Galerien und Museen wieder öfnnen und Kontakt zu Familie und Freunden wieder möglich ist. Wieder ein entspanntes Miteinander und ein reges kulturelles Leben zu haben, wäre schön. Und auf neue Projekte bin ich wie immer gespannt.

Park Side Gallery - INTERVIEW mit Franziska Rutz

Wie bist Du zur Kunst gekommen? Was bedeutet Kunst für Dich?

Meine Gedanken und Gefühle bildnerisch auszudrücken war seit meiner Jugend wichtig und sinnstiftend. Die Intention, von der Kunst leben zu wollen, kam erst nach meiner ersten Berufsausbildung zur Heimerzieherin, während meines Studiums der Bildhauerei und freien Kunst in Luzern (CH) in den 80er Jahren. Zu dieser Zeit wurde alles hinterfragt, vor allem auch der Kunstmarkt und die gegenständliche Malerei. So bedeutet Kunst für mich noch heute, zu hinterfragen, zu beobachten, was ich sehe und was dahinter ist, um so zu meiner eigenen Sicht der Dinge zu kommen.

An/in/mit welchen künstlerischen Stilen oder Gestaltungsformen arbeitest Du? Was reizt Dich gerade daran?

Seit vielen Jahren arbeite ich überwiegend mit digitaler Fotomontage. Die ersten Werke sind 1996 entstanden und wenn ich meine alten Dateien heute ansehe, wundere ich mich über die schlechte Auflösung damals. Doch auch die beste Technik kann keine eigene Bildsprache ersetzen, weshalb ich einzelne meiner digitalen Bilder der Anfangszeit noch heute spannend finde. Wir leben in einer Zeit der Überflutung durch digitale Bilder. Wieso reizt mich also gerade diese Gestaltungsform? Zu Beginn war es die Tatsache, dass ich damit den Inhalt meiner Bilder besser auf den Punkt bringen konnte. Heute fasziniert es mich, mit digitaler Bildbearbeitung Irritation erzeugen zu können. Nicht auf den ersten Blick, aber auf den Zweiten. Die Betrachter*innen müssen sich fragen, was sehe ich hier eigentlich?

Wie ergeht es Dir in der „Corona-Zeit“? Sind ggf. neue Projekte/Ideen entstanden?

Die Corona-Zeit hat 2020 eher lähmend auf mich gewirkt. Gut, ich habe dann angefangen mein Archiv nachzuarbeiten, um ein bisschen Ordnung reinzubringen. Doch wenn man dann so im Atelier sitzt und viel Raum durch unverkaufte Bilder eingenommen wird, die man täglich vor sich sieht, während einer Pandemie, die existentiell durchaus bedrohlich werden kann, da kann einen schon mal der Mut verlassen. Von heute auf morgen wurde alles abgesagt, das erging vielen freischaffenden Künstler*innen so.

Wie kam es zu Deiner Mitwirkung an der Park Side Gallery? Was findest Du speziell an dem Konzept reizvoll?


Yvonne Salzmann hat mich gefragt, ob ich Lust habe, an ihrem Projekt 'Park Side Gallery' mitzuwirken. Ich finde das Projekt richtig gut. Nicht nur, weil wir endlich mal wieder was machen können, zusammen in einer so tollen Gruppe, sondern dass auch die Menschen in den Parks plötzlich etwas anderes zu sehen kriegen, als sie gewohnt sind. Wie wirken meine Gletscherbilder wohl in Bad Harzburg, in Salzgitter etc.? War da nicht vor sehr langer Zeit auch mal ein Gletscher? Das finde ich richtig "cool". Durch die dezentrale Open-Air-Ausstellung wird das Projekt vielen Menschen niedrigschwellig in vielen Städten gleichzeitig zugänglich gemacht. Welche Rolle spielt die Kunst aus Deiner Sicht in dieser „herausfordernden“ Zeit? Tja, wir könnten jetzt über systemrelevante Berufe sprechen und wieso Galerien und Ausstellungshäuser keine Bilder zeigen dürfen etc. Kunst ist für mich so etwas wie ein notwendiges Lebensmittel. Es muss gepflegt und darüber gesprochen werden. Mag ich es oder nicht? Was löst es in mir aus? Die Gedanken unterschiedlicher Menschen werden ausgetauscht. Kunst passiert nicht im luftleeren Raum. In der gemeinsamen Auseinandersetzung ist sie immer sinnstiftend, aber vor allem auch in schwierigen Zeiten. Sie hilft, Umbrüche und traurige Zeiten zu überstehen. Das habe ich auch in meinen soziokulturellen Projekten mit verschiedensten Menschen erlebt. Dafür muss man nicht unbedingt Künstler*in sein, aber man muss die Gelegenheit haben, an ihr teilzunehmen.

Was für Motive/Werke hast Du für die Ausstellung ausgewählt? Wovon erzählen sie?

Für diese Ausstellung habe ich unterschiedliche Gletscherbilder gewählt. Es gibt auch noch andere Themen als Corona. Zum Beispiel den Klimawandel und was der so mit sich bringt, wie viele geflüchtete Menschen, deren Lebensgrundlage vor Ort zerstört wurde. Die Serie heißt "Was bleibt ist nur die Illusion eines Gletschers". Es ist beängstigend, wie schnell zum Beispiel der Aletschgletscher und der Rhonegletscher wegschmelzen. In meiner Kindheit habe ich noch Bilder im Kopf, auf denen das Eis des Rhonegletschers bis zur Straße reichte. Jetzt ist er viel weiter weg. Beim Rhonegletscher versuchen die Menschen das Schmelzen etwas zu verlangsamen, indem sie helle Tücher über das Gletscherende legen. Das wiederum erinnert an verlassene Flüchtlingscamps.

Welche Botschaft möchtest Du den Zuschauenden der Ausstellung mit auf den Weg geben? Was ist Dir wichtig?

Ich möchte keine Botschaften senden. Ein neugieriger, offener Blick wäre schön und dass die Betrachtenden sich ihre eigenen Gedanken zu den Bildern machen.

Was wünscht Du Dir für 2021? Was für Projekte oder Ideen reizen Dich für die Zukunft?

Diese Frage ist zu umfassend, um sie kurz zu beantworten. Im Hinblick auf Corona wünsche ich mir, dass wir das Virus in den Griff kriegen und wieder mehr "Normalität" leben können. Dass ich zum Beispiel die Kunstprojekte im Kindergarten wieder aufnehmen kann. Dass wieder Ausstellungsbesuche möglich sind und die Malworkshops wieder analog stattfinden können. Dass wir wieder Freund*innen treffen können etc. Es sind sozialkritische und ökologische Themen und Projekte, die mich beschäftigen. Missstände nicht einfach hinzunehmen: grob gesagt die Flüchtlingspolitik in Europa, Missachtung von Menschenrechten und die Kinderrechtskonvention. Für solche Themen in Einzelfällen künstlerische und bildhafte, menschliche Lösungen zu finden, treibt mich um.

RITUALE - Niedersächische Musiktage 2021

Die diesjährigen Niedersächsischen Musiktage widmen sich vom 28. August bis 2. Oktober 2021 dem Thema „Rituale“. Der Intendant Anselm Cybinski hat ein abwechslungsreiches Programm konzipiert und ermutigt die Besucher, neue Erfahrungs- und Klangräume zu betreten, überraschende Hör-Erlebnisse zuzulassen oder Altbekanntes neu zu hören. Welche „Facetten von Ritualen“ sich im Programm widerspiegeln und was Sie beim Festival 2021 erleben können, finden Sie im digitalen Programmbuch www.musiktage.de/nmt .

Wir sind Partnerin der Musiktage in Bad Gandersheim

„Dem Heil entgegen“ lautet der Titel des Konzerts, das der Kammerchor Capella Amsterdam unter der Leitung von Endrik Üksvärav am 8. September um 19.30 Uhr in der Stiftskirche Bad Gandersheim gibt und das monumentalste Werk von Arvo Pärt vorträgt. Musik von archaischer Einfachheit, schimmernd wie eine Ikone in Klängen: Feine, insistierende Gesten, reduzierte Farben und klare Konturen, immer wieder durchsetzt von Licht und Stille. Weitere Informationen und Tickets hier:www.musiktage.de

Foto: Marc Driessen

Wir sind Partnerin der Musiktage in Wolfenbüttel

„Der Atem des Meisters“ lautet der Titel des spannenden Dialogs, in den das Ensemble für Alte Musik Capella de la Torre mit dem Karateka Maurizio Castrucci tritt. Am Montag, 13. September, um 19.30 Uhr, in der Landesmusikakademie Wolfenbüttel treffen Musik der Neuzeit und japanische Kampfkunst aufeinander! Weitere Informationen und Tickets hier:www.musiktage.de

Foto: Anne Kristina Bauer

Park Side Gallery: heute Tuğba Şimşek

Tuğba Şimşek ist 1986 in Rheinland-Pfalz geboren und hat an der HBK Braunschweig, der Metropolitan University of Art and Design in Cardiff sowie am Art Center College of Design in Los Angeles studiert. In der Park Side Gallery 2021 zeigt die Künstlerin nicht wie sonst Zeichnungen oder Skulpturen, sondern analoge Fotografien, die sie während ihrer Reise durch Los Angeles in den Jahren 2015 bis 2018 aufgenommen hat. In der aktuell andauernden Pandemie liegt es der deutsch-türkischen Künstlerin sehr am Herzen auf den Einfluss des Fremden und Unbekannten aufmerksam zu machen, welcher die Neugierde am `Exotischen´ sowie die Inspirationen des vermeintlich Anderen beinhaltet. Gerade in der globalen Krise betont Tuğba Şimşek in ihrer Arbeit eine Weltoffenheit.

Halbzeit bei Park Side Gallery

Am letzten Sonntag im Juli fanden sich alle sechs Künstlerinnen im Braunschweiger Prinzenpark ein, um mit BetrachterInnen ihrer Kunst in Austausch zu gehen. Sie präsentierten dazu das druckfrische Park-Side-Gallery-MAGAZIN, das bei Yvonne Salzmann erhältlich ist. Kontakt und die aktuellen Standorte für August unter www.parksidegallery2021.de

Park Side Gallery: heute Yvonne Salzmann

Bereits der dritte Ortswechsel hat stattgefunden – Yvonne Salzmanns Werke sind derzeit am Salzgittersee nähe des Café del Lago zu betrachten. Über die Arbeit BLÜTEZEIT von Yvonne Salzmann, entstanden April, Mai 2020

Diffuses Gefühl. Was wird? Runterfahren. Stille. Zeit. Sein. Nebel verzieht sich. Langsam. Der Blick nach innen. Orientierung suchend. Blick ins Außen. Manchmal erschrecken. Ein neuer Tag beginnt. Es zieht mich. Bilder entstehen. Zeugnis des Geschehens. Nichtsichtbares wird sichtbar, bekommt Raum, wird zum Bild. Meine Sprache. Momentaufnahmen, spür- aber nicht greifbar. Verwirrung. Klarheit verschwimmt, Nichtsichtbares wirkt Schatten zum Subjekt, Oben zu Unten. Bilder diffus und voller Verwirrung. Nicht so vielanders als sonst und doch so viel anders als sonst. Gedanken, Stille im Innen. Alles wirkt. Neugier. Wachsamkeit. Schönheit. Dankbarkeit. Sein. Schwarz zu Weiß, Weiß zu Schwarz. Bewusstsein. Bewusstheit. Stehende Veränderung. Verbeugung. Ungewissheit. Demut. Schattentanz. Transformation. Gefühlt Tag 35. Geschichte wird geschrieben. Was hat Bestand, was Gültigkeit? Keine Antworten. Viele Antworten. Neuordnung.

Mehr unter www.parksidegallery2021.de

Park Side Gallery: heute Rosi Marx

Unter dem Titel „Collage“ stellt Rosi Marx sechs Werke aus. „Ein wichtiger Bestandteil meines künstlerischen Schaffens ist das Sammeln und Archivieren diverser Arbeitsmaterialien. Dabei entdecke ich immer noch interessante brauchbare Dinge, die mich zu neuen Werken inspirieren“, skizziert Marx. Für ihre Collagen verwendet sie Papiere unterschiedlichster Art: Postkarten, Kunstpostkarten, Texte, Zeitungsartikel. Eine weitere wichtige Inspirationsquelle sind Fotografien: Portraits, Gruppenfotos, Architektur- und Landschaftsaufnahmen.

Mehr unter www.parksidegallery2021.de

Park Side Gallery: heute Franziska Rutz

 “Was bleibt ist nur die Illusion eines Gletschers” Es sind meine Gefühle und Gedanken zu den Orten und zu den Menschen, welche ich darstellen will, ich mache keine dokumentarische Fotografie. Ein Stilmittel das sich in meiner Arbeit entwickelt hat ist die digitale Montage und Demontage von fotografischen Motivelementen. Dadurch entstehen neue Bildlandschaften. Berge sind/waren für mich stets etwas, das immer da ist, unveränderbar, wunderbar und gewaltig. Demgegenüber verändern wir Menschen uns stets und sind verletzlich. Diese Vorstellung hat sich bei mir grundlegend verändert, mit der Wahrnehmung des jetzigen menschengemachten Klimawandels und der damit verbundenen Gletscherschmelze. Der Gletscherzyklus „Was bleibt ist nur die Illusion eines Gletschers“ entsteht seit 2012 bis heute. Ich wollte die Schönheit der Gletscher festhalten und frage mich gleichzeitig, ob z.B. der Aletschgletscher in 20 Jahren nur noch als Illusion wahrnehmbar ist. Dazu muss man wissen, dass heute an den Felsen noch genau abgelesen werden kann, wie hoch und wie weit im Tal der Gletscher einmal war – und es ist erschreckend, um wie viel er geschrumpft ist, in der Höhe und in der Länge. Die Menschen versuchen jetzt mit hellen riesigen Tüchern, die sie über das Gletscherende legen, das Abschmelzen des Rhonegletschers etwas aufzuhalten.

Park Side Gallery - Natur als Ausstellungsraum

Am 1. Mai startete das Ausstellungsprojekt „Park Side Gallery“ zeitgleich in sechs Städten: Braunschweig, Helmstedt, Lucklum, Bad Harzburg, Salzgitter und Holzminden. Die Braunschweiger Künstlerin Yvonne Salzmann bringt dabei sechs Künstlerinnen zusammen, die gemeinsam ausgewählte Werke im öffentlichen Raum ausstellen – als kultureller Erlebnisraum in Corona-Zeiten. Mit dabei sind Susanne Hesch, Rosi Marx, Güde Renken, Franziska Rutz, Tuğba Şimşek sowie Yvonne Salzmann selbst. Hesch erklärt zur anstehenden Ausstellung: „Bilder in einem öffentlichen Raum zu zeigen hat einen ganz besonderen Reiz. Es tun sich neue Zusammenhänge auf, die Passanten werden durch das Ungewohnte überrascht und herausgefordert. Anders als auf der weißen Wand einer Galerie beginnen die Bilder sofort, sich mit den Gegebenheiten der Umgebung auszutauschen, sich anzufreunden oder in eine Konkurrenz zu treten.“ Sechs Künstlerinnen, sechs Werke, sechs Städte, sechs Monate: Die Park Side Gallery wird im Ausstellungszeitraum von sechs Monaten nicht nur in unterschiedlichen Städten und Regionen gleichzeitig initiiert, sie trägt auch ein Wechselspiel in sich. „Die Arbeiten – die auf bedruckte LKW-Planen aufgebracht werden – rotieren monatlich in den unterschiedlichen Städten. So können die Interessierten jeden Monat Werke einer neuen, beteiligten Künstlerin erkunden.

Weitere Informationen unter www.parksidegallery2021.de

 

 

Vereine digital fit machen - 80 x 500 Euro

heute: BSV Toxophilus Bad Harzburg e.V.

Der Vorstand des Bogensportvereins freut sich, nun die Vereinsverwaltung, die Beitrags- und Finanzverwaltung, die vollständige Dokumentenablage und die digitale Kommunikation mit Verbänden über einen eigenen Rechner abwickeln zu können.

Vereine digital fit machen - 80 x 500 Euro

heute: Dolphins Cheer Community Salzgitter

Der Laptop ist eingerichtet und leistet bereits wertvolle Dienste, um die Mitglieder ohne die Möglichkeit des gemeinsamen Trainings zu erreichen. Die Trainerinnen sind besonders aktiv – sie bieten online nicht nur Sportkurse an, sondern z.B. auch Kurse für gesunde Ernährung, mentales Training oder gemeinsames Adventsbacken.

Vereine digital fit machen - 80 x 500 Euro

heute: TSV 1900 Lenne e. V.

Ein neues Vereinsbüro benötigt auch bessere Vereinskommunikation – dafür wurden u. a. zwei neue Laptops angeschafft. Die Kommunikationsbeauftragte Kerstin Link, die Vereinsvorsitzenden Stefan Klemm und Detlef Krause, richten ein neues Gerät ein: „Diese Anschaffung ist ein richtiger und wichtiger Schritt in die Zukunft und erleichtert das Arbeiten im Ehrenamt.“, heißt es aus dem Verein.

Vereine digital fit machen - 80 x 500 Euro

heute: TSV Danndorf

Mit dem neuen Laptop fühlt sich Sören Gregor und damit der TSV Danndorf gut für die digitale Zukunft gerüstet! Zudem konnte eine neue Software für die Mitgliederverwaltung angeschafft werden. Viel Freude und Erfolg mit den neuen Tools!

Vereine digital fit machen - 80 x 500 Euro

heute: SV Innerstetal e. V.

Der Vereinsvorstand freut sich sichtlich, dass nun ein wichtiger Schritt in Richtung Digitalisierung gemacht werden konnte. Die Beschaffung eines neuen Beamers erleichtert die Arbeit sehr und ermöglicht Präsentationen und andere Darstellungen in Großformat.

Vereine digital fit machen - 40 x 500 Euro

heute: VfR Weddel 1910 e. V.

„Tolle Sache - unkompliziert und schnell – Dank Ihrer Unterstützung konnten wir für unsere Tennisabteilung ein Notebook anschaffen. Nun kann die Verwaltung der Tennisabteilung auf aktueller Technik mit aktuellen Programmen und sauber getrennt von privater Nutzung erfolgen. Herzlichen Dank dafür, das hilft uns sehr!“

Vereine digital fit machen - 40 x 500 Euro

heute: Casino-Tanzclub Rot-Gold e. V.

Bad Harzburg Stolz zeigen Sandra Hundertmark-Patorra (Schatzmeisterin) und Jürgen Vogelbein (Vorsitzender) zwei neue Laptops, die mit einem Zuschuss des Digitalisierungs-Fonds angeschafft wurden. Die Laptops unterstützen bei die Vereinsarbeit bei Buchhaltung und Mitgliederverwaltung, bei Bearbeitung der Beiträge in den Sozialen Medien/Homepage sowie untereinander bei Videokonferenzen des Vereins.

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heute: MTV Schandelah-Gardessen

Dank der neuen portablen Musik-Lautsprecher-Anlage können Mitgliederversammlungen nun „verstärkt“ und sportliche Übungseinheiten wie Gesundheitssport, Tanzen, Cheerleading auf dem Sportplatz musikalisch unterstützt werden, weil die Anlage ist vom Stromnetz unabhängig ist. Dank und Freude bei den Akteuren!

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heute: Schützenverein Deensen e. V.

Mitten ins Schwarze – Jetzt kann es richtig losgehen! Die Schützen-Jugend ist Feuer und Flamme und startet gerade den Auftritt des Vereins in den sozialen Medien. Ein neues Notebook wurde angeschafft, um die Digitalisierung voranzutreiben.

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heute: MTV Brunonia Harlingerode e. V.

Mit der Anschaffung eines Camcorders incl. Zubehör ist der MTV in der Lage, Videos in bester Qualität für seine innovative Sportart Kangoo Jumps zu machen und diese erfolgreich zu bewerben. Das geschieht zunächst auf Facebook. Im Aufbau ist ein YouTube Kanal für den gesamten MTV.

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heute: Schützengesellschaft Schlewecke von 1954 e. V.

Die Jugendabteilung der Schützengesellschaft Schlewecke aus Bad Harzburg bedankt sich bei der Braunschweigischen Sparkassenstiftung für den Zuschuss aus dem Digitalisierungs-Fonds.

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heute: Wir helfen Kinder e. V., Salzgitter

"Der neu angeschaffte Laptop hilft uns ungemein, die (zum Glück) immer noch steigende Mitgliederzahl unseres Vereins effizienter und korrekt verwalten zu können." Der Gesichtsausdruck von Schatzmeister Jürgen Kinzel spricht Bände :-)!

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heute: TSG Opperhausen
Die Vorstandsmitglieder des TSG Opperhausen können sich nun Dank der Anschaffung eines Tablets besser vernetzen, virtuelle Meetings durchführen und digital besser kommunizieren. Cooles Foto – danke dafür!

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heute: Cheer-Company Weddel e. V.

Die Vorstandsmitglieder der CHEER-COMPANY Weddel können nun Dank der Anschaffung eines Vereins-Laptops die Mails, Buchungen und den kompletten Schriftverkehr incl. Passwesen digital besser strukturiert bearbeiten und ablegen. Der „Papierkram“ entfällt fast komplett und somit wird auch gleich was für den Umweltschutz getan.

 

 

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heute: Verein SteterKult in Salzgitter-Thiede/Steterburg Die ehrenamtlichen Mitglieder des Kulturvereins SteterKult können nun Dank des neuen Farblaserdruckers noch kreativer sein in der Gestaltung von Plakaten und Eintrittskarten! Eine bunte Sache – viel Freude und Erfolg!

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heute: Verein NABU Harzvorland
Die NABU Gruppe Harzvorland bietet regelmäßig Vorträge und Führungen an. Um besser und schöner Bilder und Präsentation darstellen zu können, wurde ein Laptop angeschafft.
Tolle Arbeit, die die ehrenamtlichen Mitglieder leisten!
Übrigens: Wusstet Ihr, dass die Turteltaube der Vogel des Jahres 2020 ist?

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heute: Leichtathletikverein 07 Bad Harzburg

Stativ, größere Festplatte, Videoschnittprogramm und Musiklizenz wurden aus den Fördermitteln angeschafft, um Videos auf Youtube hochladen zu können. Damit sollen auch in kontaktfreien Zeiten die Athleten zum Sporttreiben animiert werden. Gut gemacht! Wir wünschen viel Freude damit!

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heute: Verein SC Rot-Weiß Volkmarode e. V.

Spielbericht online - jetzt mit Vereins-Tablet Mit Einführung des digitalen Spielerpasses wird in diesem Sommer der gelbe Papierspielerpass und der ausgedruckte Spielbericht abgeschafft. Bei Heimspielen werden die Trainer und Betreuer des SC Volkmarode ein Tablet zur Verfügung haben, mit dem sie die Aufstellungen eingeben und den Spielbericht online anzeigen lassen können. Der Schiedsrichter kann die Passkontrolle ab sofort per Tablet durchführen. Eine großartige Erleichterung!

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heute: Kinder- und Jugendzentrum St. Magni

Angeschafft werden konnte ein Video- und Soundsystemen bestehend aus Kamera, Headset und Lautsprechern. Dieses technische Equipment wird für die zurzeit verstärkt stattfindenden Webinare, Online-Tutorials und Homeschooling verwendet. Es dient der besseren digitalen Vernetzung der Jugendlichen untereinander und wird in der offenen Jugendarbeit eingesetzt.

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heute: Verein Köki Braunschweig

Der Verein zur Förderung köperbehinderter Kinder hat von der Förderung aus dem Digital-Fonds zum einen ein Laptop angeschafft, um eine weitere Möglichkeit zu schaffen, während des pandemiebedingten Lockdowns mit den Eltern der körperbehinderten Kinder im Bereich der Frühförderung (0 – 6 Jahre) in Kontakt zu bleiben und diese zu unterstützen. Außerdem wurden Mittel dafür eingesetzt, einen Instagram-Account zu initiieren und diesen mit Leben zu füllen.

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heute: HSC Leu 06 Braunschweig

Der HSC Leu ist schon seit längerem auf dem Weg, schrittweise eine vereinsinterne IT-Infrastruktur aufzubauen und eine zeitgemäße und sichere Digitalisierung seiner Arbeit für den Breitensport zu ermöglichen. Mit den Mitteln der Braunschweigischen Sparkassenstiftung konnten ein neuer Router und ein Tintenstrahldrucker angeschafft werden.

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heute: BTSV Eintracht Braunschweig

Die Tennisabteilung des BTSV Eintracht Braunschweig hat die herkömmliche Magnettafel gegen ein Online-Reservierungstool ausgetauscht, das weitere benutzerfreundliche Module anbietet, die Interaktivität und Austausch fördern.

Die Heldin und ihre Stimmen - Musiktagekonzert in St. Magni

Carl Theodor Dreyers legendärer Stummfilm „La Passion de Jeanne d’Arc (1928) ist ein Meilenstein der Filmgeschichte und zeigt das Leben (und Sterben) von Jeanne d’Arc, der mutigen, kämpferischen französischen Nationalheldin. Expressive Großaufnahmen, vor allem der ausdrucksstarken Maria Falconetti, prägen den visuellen Eindruck des Films.

Das brillante Orlando Consort untermalte Carl Theodor Dreyers Stummfilm über das Leben und Sterben der Jungfrau von Orléans mit Musik des 11. bis 16. Jahrhunderts auf beeindruckende Weise. Berührende Großaufnahmen, berührende Musik in der St. Magni Kirche in Braunschweig!

Foto: Braunschweigische Sparkassenstiftung

Drei Ausstellungen im Kunstverein Braunschweig

Die Niedersächsische Sparkassenstiftung, die Braunschweigische Sparkassenstiftung und die Braunschweigische Landessparkasse machen – wie so oft – gemeinsame Sache zum Wohle der Kunst.

Die Niedersächsische Sparkassenstiftung vergibt gemeinsam mit dem Land Niedersachsen das begehrte New York-Stipendium. Ausgestellt werden in der Villa Salve Hospes Arbeiten von Lisa Seebach, die von diesem zwölfmonatigen Stipendium im Jahr 2017 inspiriert sind.

Die erste Einzelausstellung Andrew Norman Wilsons in Deutschland mit dem vielversprechenden Titel „Hirngespenster“ wird in der ersten Etage der Villa gezeigt. Wilson präsentiert Videoarbeiten, die in einer Art neobarockem Themenpark eingebettet sind und Helene Hollandt, der ehemaligen Hausherrin der Villa Salve Hospes bzw. ihrem Geist gewidmet sind.

Mit Steve Bishop ist ein weiterer renommierter Künstler im Kunstverein zu sehen – er lädt die Besucher in die Remise ein zum „Start Over Every Morning“.

Einmal mehr zeigt sich, dass die Villa Salve Hospes ein guter Ort für internationale Kunst ist – den Machern der Ausstellung ist mit der Kombination dieser drei Ausstellungen eine sehr gute Komposition gelungen. Weitere Informationen zu den Ausstellungen finden Sie hier.

Fotos: Braunschweigische Sparkassenstiftung

Wassermühle Liesebach in Räbke erhält Preis für Denkmalpflege

Die Niedersächsische Sparkassenstiftung zeichnet den Räbker Förderverein Mühle Liesebach e.V. für die vorbildliche Restaurierung von der Wassermühle Liesebach in Räbke mit dem Preis für Denkmalpflege 2018 der Niedersächsischen Sparkassenstiftung aus. Axel Richter, Geschäftsführer der Braunschweigischen Sparkassenstiftung, Meik Rahmsdorf, Regionalbeirat der Braunschweigischen Sparkassenstiftung, und Michael Heinrich Schormann, stellv. Geschäftsführer der Niedersächsischen Sparkassenstiftung, überreichten den Preis im Rahmen einer Feierstunde.

Historisch ist Räbke als Ort mit ehemals sieben Wassermühlen an der Schunter als Niedersachsens Papiermacherdorf mit seinen Papiermühlen bekannt und wegen der hohen Papiergüte berühmt geworden. Im Gegensatz zu den später wechselnden Funktionen der meisten Räbker Mühlen, war die Mühle Liesebach von der Inbetriebnahme im Jahr 1236 bis zur Stilllegung 1955 durchgehen eine Getreidemühle. Als einzige Mühle entlang der Schunter ist ihre technische Ausstattung mit wenigen Änderungen bis heute erhalten. 2009 wurde der gemeinnützige Förderverein „Mühle Liesebach“ gegründet, mit dem Ziel, das technische Denkmal funktionsfähig zu erhalten. Unter maßgeblicher finanzieller Beteiligung der ehemaligen Besitzerin Frau Hermine Liesebach erfolgte bisher die Sanierung aller wassergängigen Bestandteile, sowie ein Teil der mühlentechnischen Subsysteme, die sich damit in einem funktionsfähigen Zustand befinden. Neben den Arbeiten der jeweiligen Fachleute wurden in erheblichem Maße Arbeitsstunden durch die Vereinsmitglieder und viele Räbker Bürger geleistet.

Als Vorsitzender der Bezirksjury zeigte sich Axel Richter angesichts der gelungenen Sanierungsmaßnahme begeistert: „Förderverein und ehemalige Besitzerin haben hier im Schulterschluss überzeugend unter Beweis gestellt, wie man einfühlsam und verantwortungsbewusst mit einem historischen Denkmal umgeht. Die Mühle Liesebach kann so auch in Zukunft identitätsstiftend für Räbke und das Braunschweigische Land wirken.“

Fotografen: Christian Lubkowitz und Klaus Röhr

Bach mal ganz anders in Wolfenbüttel

Im Rahmen der diesjährigen Musiktagekonzerte zum Thema „Beziehungen“ findet am Samstag, den 29.09.2018 in der St. Trinitatis-Kirche in Wolfenbüttel ein Festival-Highlight statt. Andreas Scholl (Countertenor und das Ensemble BachSpace machen den Kirchenraum zum „Space“!

Ganz im Sinne von Johann Sebastian Bach, Meister des Zusammenfügens, Bearbeitens und geschickten Verknüpfens, weist sich das Künstlerkolletiv BachSpace mit Violine, Klavier und Live-Elektronik als raffinierte Klangarchitekten im Geiste Bachs aus und lässt Sonaten, Partiten und Concerti in neuem Licht erscheinen. Stellen Sie sich vor: Bach sitzt an seinem Schreibtisch, um ihn herum unzählige eigene oder fremde Werke, die er über all die Jahre aus zahlreichen Ländern gesammelt hat. Dann fängt er an zu bearbeiten, zu kopieren und auszuschneiden. Am Ende entstehen neue, eigenständige Stücke – jene Meisterwerke Bachs, die weltweit verehrt und gehört werden. Heute macht sich das Künstlerkollektiv BachSpace beherzt ans Werk: Sie lassen Werke Bachs mit Samples, Loops und Sounds zu etwas Neuem verschmelzen. Die Techniken von Tamar Halperin, Tomek Kolczynski und Etienne Abelin sind nicht nur innovativ und modern, sondern eben auch aus dem Geiste Bachs selbst geboren.

Der Ausnahmekünstler Andreas Scholl rundet diesen Abend mit seiner einzigartigen Stimme ab: Was ihn auszeichnet, ist seine Experimentierfreude und der Blick „über den Tellerrand“. Folgen Sie der Einladung nach Wolfenbüttel, denn eines ist sicher: So haben Sie berühmte Arien von Bach und Händel noch nicht gehört!

Fotos:

Andreas Scholl - James McMillan and Decca

BachSpace - Andreas Scholl

Musiktage wieder zu Gast in Holzminden und Fürstenberg

Am Freitag, 14. September 2018 ab 19.00 Uhr gibt es ein "beziehungsreiches" Konzert im Museum Schloss Fürstenberg: „Chers Amis – junge Sänger stellen sich vor“ François Le Roux (Leitung Liedwerkstatt), Ekateryna Chayka (Mezzosopran), Ana Mazaeva (Klavier), Hannah Meyer (Mezzosopran), Simon Jass (Tenor), Clara Hyerim Byun (Klavier).

Die Niedersächsischen Musiktage stellen in diesem Jahr das Thema „Beziehungen“ ins Zentrum, und so ist der Konzerttitel „Chers Amis – liebe Freunde“ auch beziehungsreich: Unter diesem Motto steht das Programm der jungen Sängerinnen und Sänger, das sie im Museum Schloss Fürstenberg präsentieren. Um „Freunde“ geht es in diesem Zusammenhang in mehrfacher Hinsicht. Zum einen ist es ein kollegialer Bezug, denn das Konzert ist das Ergebnis eines dreitägigen Meisterkurses unter der Leitung des international renommierten französischen Baritons François Le Roux. Er gibt sein Wissen und seine Erfahrung weiter an junge Sängerinnen und Sänger der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover, die am Anfang ihrer Karriere stehen. Zum anderen geht es um Liedschaffen des französischen Komponisten Francis Poulenc (1899 – 1963), der ein wunderbares, hierzulande weitgehend unbekanntes Werk hinterlassen hat. Also, liebe Freunde: Es gibt etwas zu entdecken! Bei François Le Roux lernen die Sängerinnen und Sänger von einem Spezialisten, denn der Bariton hat vor mehr als zwanzig Jahren ein eigenes Institut für die Erforschung und Vermittlung des französischen Kunstliedes gegründet, die Académie Francis Poulenc. Sie hat ihren Sitz in Tours an der Loire. Für den Meisterkurs ziehen sich die jungen Künstler zunächst in die kreative Abgeschiedenheit der Musikschule Holzminden zurück, bevor sie im Museum Schloss Fürstenberg auftreten. Dann wird auch das Publikum in die Leichtigkeit und Eleganz der Lieder Poulencs und weiterer französischer Komponisten eintauchen.

Im Rahmen ihres Vermittlungsprogramms VIVAM laden die Niedersächsischen Musiktage zu einem Workshop am 13.9. ein. Dort tauchen die Schülerinnen und Schüler des Internats Solling ins französische Kunstlied ein. In einem anschließenden Probenbesuch lernen sie die Gesangsstudierenden kennen und sammeln erste Erfahrungen darin, das gerade Gehörte im selben Augenblick künstlerisch umzusetzen. Es folgt ein Gespräch mit den Gesangsstudierenden über ihr persönlichen Beziehungen zu den gewählten Stücken und schließlich ein Livepainting im Konzert am 14.9.


Eine Veranstaltung im Rahmen der Niedersächsischen Musiktage in Kooperation mit der Braunschweigischen Sparkassenstiftung, dem MUSEUM SCHLOSS FÜRSTENBERG und der Walter und Charlotte Hamel Stiftung (Hannover) und der Musikschule Holzminden als Partnerin.

Weitere Informationen zum Konzert und zum ganzen Festival unter www.musiktage.de

 

 

 

... davon ich singen und sagen will

Ein „weltumspannendes“ Chorprojekt als Beitrag zum Jubiläumsjahr der Reformation wird am Sonntag, 10. September 2017 um 17 Uhr in der Volkswagen-Halle in Braunschweig aufgeführt. 800 Chorsänger aus sechs Ländern werden das bekannte Oratorium „Die Schöpfung“ von Joseph Haydn gemeinsam mit dem Staatsorchester Braunschweig und Solisten präsentieren. Mitwirken werden Kantoreien und weitere Kirchenchöre aus der Landeskirche Braunschweig sowie aus den Partnerkirchen aus Namibia, Indien, Japan, Tschechien und Großbritannien.

Musik ist ein besonders geeignetes Medium für interkulturelle Verständigung. Durch die Beteiligung verschiedener Chöre soll eine nachhaltige Zusammenarbeit angestoßen werden. Private Unterkunft der Gastchöre, gemeinsame Auftritte während des Besuchs vor Ort werden dies bestärken. Teile des Werks werden durch die beteiligten Chöre in ihren Heimatländern aufgeführt und erreichen so auch dort großes Publikum.

Leitung: Landeskirchenmusikdirektor Claus-Eduard Hecker

Karten an den bekannten Vorverkaufsstellen

Ein Fest der Liedkunst

Drei Tage lang arbeiten junge Musikerinnen und Musiker mit Daniel Behle in kreativer Abgeschiedenheit in der Musikschule Holzminden, um in einer Liedwerkstatt mit ihren bevorzugten Klavierbegleitern die größtmögliche Annäherung an die gewählten Werke zu erzielen.

Krönender Abschluss des Meisterkurses – ein Fest der Liedkunst in erlesenem Rahmen. Hören Sie feinen Gesang, umgeben von feinem Porzellan im neu gestalteten MUSEUM SCHLOSS FÜRSTENBERG.

Die Braunschweigische Stiftung ist auch in diesem Jahr wieder gemeinsam mit der Braunschweigischen Sparkassenstiftung Partnerin der Niedersächsischen Musiktage! Die 31. Niedersächsischen Musiktage widmen sich vom 2. September bis 1. Oktober 2017 dem Thema „Raum“. Die Intendantin Katrin Zagrosek hat ein Programm konzipiert, das zeigt, wie Musik Raumwahrnehmung verändern kann. Internationale Künstlerinnen und Künstler konnten gewonnen werden, ein exklusives Programm zum Festivalthema zu erarbeiten. Auf das Konzert „Raum für Lieder" am Donnerstag, 7. September um 19 Uhr im Desoches-Saal im MUSEUM SCHLOSS FÜRSTENBERG möchten wir Sie heute aufmerksam machen: Karten unter www.musiktage.de oder an der Abendkass.

Foto: Marco Borggreve

Jazz im Park - 2017 im Rittergut Groß Vahlberg

Am 10. September lädt die Braunschweigische Landschaft zum 5. Mal mit JAZZ IM PARK zum Open Air-Festival mit moderner Musik in traditionsreiche Parkanlagen der Region. Diesmal grooven und swingen die Bands in der historischen Gartenanlage des Rittergutes Groß Vahlberg. Auch in diesem Jahr wurde ein attraktives Programm zusammengestellt, das etablierte und erfolgreiche Jazzmusiker ebenso wie musikalische Newcomer der Region auf die Bühne bringt.

Gedenk-Skulptur im inklusiven Dorf

Die Evangelische Stiftung Neuerkerode hält eine lebendige Erinnerungskultur aufrecht, um die schrecklichen Ereignisse des zweiten Weltkriegs nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Der neu gestaltete Dorfplatz soll Teil dieser Erinnerungskultur werden. In der Mitte des Platzes wurde eine Gedenk-Skulptur, gestaltet vom Braunschweiger Künstler Magnus Kleine-Tebbe, errichtet. Motiv sind die deportierten Brüder Heinemann und ihre verzweifelte Mutter. Die Statue verbindet den Schrecken der Vergangenheit mit der Botschaft für eine behütende und füreinander einstehende Gemeinschaft, wie sie heute in Neuerkerode gelebt wird.

Fotos: Klaus G. Kohn

Preis für Denkmalpflege 2016

Die Braunschweigische Sparkassenstiftung ist Partnerin der Niedersächsischen Sparkassenstiftung bei der Vergabe des Preises für Denkmalpflege im Bezirk Braunschweig. Die Jurys haben getagt, und damit stehen die prämierten Objekte fest. Ausgezeichnet wurden:

Kemenate Hagenmarkt in Braunschweig

Ehem. Stall Rittergut Nordsteimke

Rekonstruktion Textiler Fensterdekoration Vasel'scher Hof in Beierstedt

Eine Belobigung gibt es für den gelungenen Umbau eines Fachwerkhauses in Schöningen.

 Weitere Informationen zu den Projekten und zum Preis für Denkmalpflege finden Sie unter "Preis für Denkmalpflege 2016"

 Fotos: Jutta Brüdern, Braunschweig