Wassermühle Liesebach in Räbke erhält Preis für Denkmalpflege

Die Niedersächsische Sparkassenstiftung zeichnet den Räbker Förderverein Mühle Liesebach e.V. für die vorbildliche Restaurierung von der Wassermühle Liesebach in Räbke mit dem Preis für Denkmalpflege 2018 der Niedersächsischen Sparkassenstiftung aus. Axel Richter, Geschäftsführer der Braunschweigischen Sparkassenstiftung, Meik Rahmsdorf, Regionalbeirat der Braunschweigischen Sparkassenstiftung, und Michael Heinrich Schormann, stellv. Geschäftsführer der Niedersächsischen Sparkassenstiftung, überreichten den Preis im Rahmen einer Feierstunde.

Historisch ist Räbke als Ort mit ehemals sieben Wassermühlen an der Schunter als Niedersachsens Papiermacherdorf mit seinen Papiermühlen bekannt und wegen der hohen Papiergüte berühmt geworden. Im Gegensatz zu den später wechselnden Funktionen der meisten Räbker Mühlen, war die Mühle Liesebach von der Inbetriebnahme im Jahr 1236 bis zur Stilllegung 1955 durchgehen eine Getreidemühle. Als einzige Mühle entlang der Schunter ist ihre technische Ausstattung mit wenigen Änderungen bis heute erhalten. 2009 wurde der gemeinnützige Förderverein „Mühle Liesebach“ gegründet, mit dem Ziel, das technische Denkmal funktionsfähig zu erhalten. Unter maßgeblicher finanzieller Beteiligung der ehemaligen Besitzerin Frau Hermine Liesebach erfolgte bisher die Sanierung aller wassergängigen Bestandteile, sowie ein Teil der mühlentechnischen Subsysteme, die sich damit in einem funktionsfähigen Zustand befinden. Neben den Arbeiten der jeweiligen Fachleute wurden in erheblichem Maße Arbeitsstunden durch die Vereinsmitglieder und viele Räbker Bürger geleistet.

Als Vorsitzender der Bezirksjury zeigte sich Axel Richter angesichts der gelungenen Sanierungsmaßnahme begeistert: „Förderverein und ehemalige Besitzerin haben hier im Schulterschluss überzeugend unter Beweis gestellt, wie man einfühlsam und verantwortungsbewusst mit einem historischen Denkmal umgeht. Die Mühle Liesebach kann so auch in Zukunft identitätsstiftend für Räbke und das Braunschweigische Land wirken.“

Fotografen: Christian Lubkowitz und Klaus Röhr

Bach mal ganz anders in Wolfenbüttel

Im Rahmen der diesjährigen Musiktagekonzerte zum Thema „Beziehungen“ findet am Samstag, den 29.09.2018 in der St. Trinitatis-Kirche in Wolfenbüttel ein Festival-Highlight statt. Andreas Scholl (Countertenor und das Ensemble BachSpace machen den Kirchenraum zum „Space“!

Ganz im Sinne von Johann Sebastian Bach, Meister des Zusammenfügens, Bearbeitens und geschickten Verknüpfens, weist sich das Künstlerkolletiv BachSpace mit Violine, Klavier und Live-Elektronik als raffinierte Klangarchitekten im Geiste Bachs aus und lässt Sonaten, Partiten und Concerti in neuem Licht erscheinen. Stellen Sie sich vor: Bach sitzt an seinem Schreibtisch, um ihn herum unzählige eigene oder fremde Werke, die er über all die Jahre aus zahlreichen Ländern gesammelt hat. Dann fängt er an zu bearbeiten, zu kopieren und auszuschneiden. Am Ende entstehen neue, eigenständige Stücke – jene Meisterwerke Bachs, die weltweit verehrt und gehört werden. Heute macht sich das Künstlerkollektiv BachSpace beherzt ans Werk: Sie lassen Werke Bachs mit Samples, Loops und Sounds zu etwas Neuem verschmelzen. Die Techniken von Tamar Halperin, Tomek Kolczynski und Etienne Abelin sind nicht nur innovativ und modern, sondern eben auch aus dem Geiste Bachs selbst geboren.

Der Ausnahmekünstler Andreas Scholl rundet diesen Abend mit seiner einzigartigen Stimme ab: Was ihn auszeichnet, ist seine Experimentierfreude und der Blick „über den Tellerrand“. Folgen Sie der Einladung nach Wolfenbüttel, denn eines ist sicher: So haben Sie berühmte Arien von Bach und Händel noch nicht gehört!

Fotos:

Andreas Scholl - James McMillan and Decca

BachSpace - Andreas Scholl

Musiktage wieder zu Gast in Holzminden und Fürstenberg

Am Freitag, 14. September 2018 ab 19.00 Uhr gibt es ein "beziehungsreiches" Konzert im Museum Schloss Fürstenberg: „Chers Amis – junge Sänger stellen sich vor“ François Le Roux (Leitung Liedwerkstatt), Ekateryna Chayka (Mezzosopran), Ana Mazaeva (Klavier), Hannah Meyer (Mezzosopran), Simon Jass (Tenor), Clara Hyerim Byun (Klavier).

Die Niedersächsischen Musiktage stellen in diesem Jahr das Thema „Beziehungen“ ins Zentrum, und so ist der Konzerttitel „Chers Amis – liebe Freunde“ auch beziehungsreich: Unter diesem Motto steht das Programm der jungen Sängerinnen und Sänger, das sie im Museum Schloss Fürstenberg präsentieren. Um „Freunde“ geht es in diesem Zusammenhang in mehrfacher Hinsicht. Zum einen ist es ein kollegialer Bezug, denn das Konzert ist das Ergebnis eines dreitägigen Meisterkurses unter der Leitung des international renommierten französischen Baritons François Le Roux. Er gibt sein Wissen und seine Erfahrung weiter an junge Sängerinnen und Sänger der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover, die am Anfang ihrer Karriere stehen. Zum anderen geht es um Liedschaffen des französischen Komponisten Francis Poulenc (1899 – 1963), der ein wunderbares, hierzulande weitgehend unbekanntes Werk hinterlassen hat. Also, liebe Freunde: Es gibt etwas zu entdecken! Bei François Le Roux lernen die Sängerinnen und Sänger von einem Spezialisten, denn der Bariton hat vor mehr als zwanzig Jahren ein eigenes Institut für die Erforschung und Vermittlung des französischen Kunstliedes gegründet, die Académie Francis Poulenc. Sie hat ihren Sitz in Tours an der Loire. Für den Meisterkurs ziehen sich die jungen Künstler zunächst in die kreative Abgeschiedenheit der Musikschule Holzminden zurück, bevor sie im Museum Schloss Fürstenberg auftreten. Dann wird auch das Publikum in die Leichtigkeit und Eleganz der Lieder Poulencs und weiterer französischer Komponisten eintauchen.

Im Rahmen ihres Vermittlungsprogramms VIVAM laden die Niedersächsischen Musiktage zu einem Workshop am 13.9. ein. Dort tauchen die Schülerinnen und Schüler des Internats Solling ins französische Kunstlied ein. In einem anschließenden Probenbesuch lernen sie die Gesangsstudierenden kennen und sammeln erste Erfahrungen darin, das gerade Gehörte im selben Augenblick künstlerisch umzusetzen. Es folgt ein Gespräch mit den Gesangsstudierenden über ihr persönlichen Beziehungen zu den gewählten Stücken und schließlich ein Livepainting im Konzert am 14.9.


Eine Veranstaltung im Rahmen der Niedersächsischen Musiktage in Kooperation mit der Braunschweigischen Sparkassenstiftung, dem MUSEUM SCHLOSS FÜRSTENBERG und der Walter und Charlotte Hamel Stiftung (Hannover) und der Musikschule Holzminden als Partnerin.

Weitere Informationen zum Konzert und zum ganzen Festival unter www.musiktage.de

 

 

 

... davon ich singen und sagen will

Ein „weltumspannendes“ Chorprojekt als Beitrag zum Jubiläumsjahr der Reformation wird am Sonntag, 10. September 2017 um 17 Uhr in der Volkswagen-Halle in Braunschweig aufgeführt. 800 Chorsänger aus sechs Ländern werden das bekannte Oratorium „Die Schöpfung“ von Joseph Haydn gemeinsam mit dem Staatsorchester Braunschweig und Solisten präsentieren. Mitwirken werden Kantoreien und weitere Kirchenchöre aus der Landeskirche Braunschweig sowie aus den Partnerkirchen aus Namibia, Indien, Japan, Tschechien und Großbritannien.

Musik ist ein besonders geeignetes Medium für interkulturelle Verständigung. Durch die Beteiligung verschiedener Chöre soll eine nachhaltige Zusammenarbeit angestoßen werden. Private Unterkunft der Gastchöre, gemeinsame Auftritte während des Besuchs vor Ort werden dies bestärken. Teile des Werks werden durch die beteiligten Chöre in ihren Heimatländern aufgeführt und erreichen so auch dort großes Publikum.

Leitung: Landeskirchenmusikdirektor Claus-Eduard Hecker

Karten an den bekannten Vorverkaufsstellen

Ein Fest der Liedkunst

Drei Tage lang arbeiten junge Musikerinnen und Musiker mit Daniel Behle in kreativer Abgeschiedenheit in der Musikschule Holzminden, um in einer Liedwerkstatt mit ihren bevorzugten Klavierbegleitern die größtmögliche Annäherung an die gewählten Werke zu erzielen.

Krönender Abschluss des Meisterkurses – ein Fest der Liedkunst in erlesenem Rahmen. Hören Sie feinen Gesang, umgeben von feinem Porzellan im neu gestalteten MUSEUM SCHLOSS FÜRSTENBERG.

Die Braunschweigische Stiftung ist auch in diesem Jahr wieder gemeinsam mit der Braunschweigischen Sparkassenstiftung Partnerin der Niedersächsischen Musiktage! Die 31. Niedersächsischen Musiktage widmen sich vom 2. September bis 1. Oktober 2017 dem Thema „Raum“. Die Intendantin Katrin Zagrosek hat ein Programm konzipiert, das zeigt, wie Musik Raumwahrnehmung verändern kann. Internationale Künstlerinnen und Künstler konnten gewonnen werden, ein exklusives Programm zum Festivalthema zu erarbeiten. Auf das Konzert „Raum für Lieder" am Donnerstag, 7. September um 19 Uhr im Desoches-Saal im MUSEUM SCHLOSS FÜRSTENBERG möchten wir Sie heute aufmerksam machen: Karten unter www.musiktage.de oder an der Abendkass.

Foto: Marco Borggreve

Jazz im Park - 2017 im Rittergut Groß Vahlberg

Am 10. September lädt die Braunschweigische Landschaft zum 5. Mal mit JAZZ IM PARK zum Open Air-Festival mit moderner Musik in traditionsreiche Parkanlagen der Region. Diesmal grooven und swingen die Bands in der historischen Gartenanlage des Rittergutes Groß Vahlberg. Auch in diesem Jahr wurde ein attraktives Programm zusammengestellt, das etablierte und erfolgreiche Jazzmusiker ebenso wie musikalische Newcomer der Region auf die Bühne bringt.

Gedenk-Skulptur im inklusiven Dorf

Die Evangelische Stiftung Neuerkerode hält eine lebendige Erinnerungskultur aufrecht, um die schrecklichen Ereignisse des zweiten Weltkriegs nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Der neu gestaltete Dorfplatz soll Teil dieser Erinnerungskultur werden. In der Mitte des Platzes wurde eine Gedenk-Skulptur, gestaltet vom Braunschweiger Künstler Magnus Kleine-Tebbe, errichtet. Motiv sind die deportierten Brüder Heinemann und ihre verzweifelte Mutter. Die Statue verbindet den Schrecken der Vergangenheit mit der Botschaft für eine behütende und füreinander einstehende Gemeinschaft, wie sie heute in Neuerkerode gelebt wird.

Fotos: Klaus G. Kohn

Preis für Denkmalpflege 2016

Die Braunschweigische Sparkassenstiftung ist Partnerin der Niedersächsischen Sparkassenstiftung bei der Vergabe des Preises für Denkmalpflege im Bezirk Braunschweig. Die Jurys haben getagt, und damit stehen die prämierten Objekte fest. Ausgezeichnet wurden:

Kemenate Hagenmarkt in Braunschweig

Ehem. Stall Rittergut Nordsteimke

Rekonstruktion Textiler Fensterdekoration Vasel'scher Hof in Beierstedt

Eine Belobigung gibt es für den gelungenen Umbau eines Fachwerkhauses in Schöningen.

 Weitere Informationen zu den Projekten und zum Preis für Denkmalpflege finden Sie unter "Preis für Denkmalpflege 2016"

 Fotos: Jutta Brüdern, Braunschweig